Existiert der Papa-Stereotyp noch?

Existiert der Papa-Stereotyp noch?

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In verschiedensten Kulturkreisen hat sich die Sicht der Gesellschaft auf Mütter und Väter verändert. Hast du diese Entwicklung auch beobachtet oder findest du, dass die Stereotypen immer noch existieren? Allgemein werden die Unterschiede als nicht mehr so drastisch angesehen und beide Elternteile werden als gleichwertige Partner bei der Erziehung ihrer Kinder akzeptiert. Dennoch glauben die meisten Papas weiterhin, dass die Gesellschaft sie für weniger wichtig hält als Mamas...


Bevor wir mit unserem Text beginnen, möchten wir darauf hinweisen, dass eine Familie nicht immer Mama und Papa bedeuten muss. Egal ob Mama & Papa, Mama & Mama, Papa & Papa, eine Mama, ein Papa oder eine komplett andere Familienkonstellation - eine Familie sollte immer eine Einheit sein, die von Unterstützung, Zusammenhalt und nicht zuletzt von Liebe geprägt ist. Wir möchten mit diesem Text ganz klar alle möglichen Familienkonstellationen ansprechen.


Papas auf der ganzen Welt liegen Babysits am Herzen! Wir haben Papas auf der ganzen Welt gefragt, wie sie sich im Vergleich zur gesellschaftlichen Sicht als Elternteil sehen. Dazu haben wir eine Umfrage unter Vätern aus 30 verschiedenen Ländern durchgeführt. Es ist unglaublich spannend, die Meinungen vieler Kulturen auf der ganzen Welt zu hören, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Vaterrolle zu sehen. Wir haben uns besonders auf Väter von Klein- und Schulkindern sowie von Teenagern fokussiert, um die Sichtweise einer neuen Generation von Papas zu hören. Wir glauben nämlich, dass sich die Rolle des traditionellen Vaters in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat.

Das Hauptziel unserer Umfrage war es, herauszufinden:

  • Wie die Gesellschaft über Väter denkt.
  • Wie Väter über sich selbst denken.

Papa-Stereotypen: Papas vs. Gesellschaft

Wie die Gesellschaft über Väter denkt.

Wenn man den Blick der Gesellschaft auf Väter international vergleicht, entsteht ein wirklich sehr spannendes und interessantes Bild. Aus unserer Umfrage lassen sich folgende drei Hauptthesen ableiten:

  • Väter werden oft negativ angesehen. Die Gründe dafür sind soziale Normen wie zum Beispiel Vaterschaftsurlaub oder der Einfluss der Medien, die das Bild eines unabhängigen, arbeitenden Papas und einer abhängigen, zu-Hause-bleibender Mama prägen.

  • Die Gesellschaft hat eine geringe Erwartungshaltung an Väter. Sie betrachtet Mütter als die Hauptverantwortlichen für die Erziehung während die Väter die zweite Geige spielen. Sie arbeiten viel und haben nicht genug Freizeit, um wertvolle Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

  • In vielen Kulturen wird Papas eine Versorger- und Beschützerrolle zugeschrieben. Diese Rolle beschreibt einen modernen Vater jedoch definitiv nicht ausreichend. Beurteilen sich Papas selbst eigentlich genau gleich?

Wie Väter über sich selbst denken.

Papas beurteilen sich selbst ganz anders als die Gesellschaft das tut:

  • Auch wenn Papas manchmal eine andere Art der Elternschaft verfolgen, fühlen sie sich trotzdem wichtig. Sie finden es sehr wichtig, dass beide Eltern an der Erziehung ihrer Kinder beteiligt sind. Jeder Elternteil hat einen wichtigen Einfluss auf die Erziehung des Kindes, egal ob Mama oder Papa. Wenn Mamas und Papas kontinuierlich gemeinsam erziehen und an einem Strang ziehen, kann das einen großen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben.

  • Die Unterschiede liegen nicht darin, dass Papas männlich und Mamas weiblich sind sondern darin, dass sie unterschiedliche Persönlichkeiten haben. Eine Mutter hat rein biologisch gesehen eine andere Beziehung zum Kind, da sie das Baby im Großteil der Fälle neun Monate unter dem Herzen getragen hat. Doch auch für Mütter, die das nicht getan haben sowie für Väter ist es durchaus möglich, eine gleich starke Bindung und Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.

  • Die Gesellschaft beschreibt einen Vater hauptsächlich als den Versorger der Familie; das traditionelle Bild eines Vaters sieht so aus, dass der Vater arbeiten geht, um seine Familie mit Nahrung und einem sicheren Zuhause zu versorgen. Währenddessen bleibt die Mutter bei dieser klassischen Rollenverteilung zu Hause und kümmert sich um die Kinder. Viele moderne Väter sind jedoch der Meinung, dass es sich um ein veraltetes Bild handelt. Heutzutage arbeiten beide Elternteile, da für eine finanziell unabhängige Erziehung eines Kindes oft zwei Einkommen erforderlich sind.

  • Während die Gesellschaft den Vater als strengen und autoritären Elternteil betrachtet, sehen sich Väter selbst als verantwortungsbewusste, verfügbare, zuverlässige und aufmerksame Eltern. Ein Vater ist für seine Kinder da, um ihnen zu helfen, wenn es in der Schule ein Problem gibt, wenn sie ihre Lieblingsserie sehen wollen, wenn sie Fahrradfahren lernen und bei ganz vielem mehr.


Weder Papas noch Mamas sind perfekt aber für eine ausgeglichene Erziehung sind sie auf jeden Fall gleich wichtig. Bei der Kindererziehung gibt es kein Richtig und Falsch. Gib dir nicht die Schuld, wenn du viel arbeiten musst und nicht viel Zeit mit deinem Kind verbringen kannst. Wir glauben, dass die von der Gesellschaft zugewiesene, klischeebehaftete Rolle nicht mehr existiert. Jeder Papa ist anders und du bist etwas Besonderes für deine Kinder. Sie werden dich immer lieb haben und eines Tages alle Opfer verstehen, die du für sie gebracht hast.